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Eisschnelllauf | Einzelstrecken-WM in den USA: Eisschnellläufer Beckert in Bestzeit zu WM-Bronze

Sportschau
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Dicke Überraschung im Olympia-Eisoval von Salt Lake City: Patrick Beckert hat bei der WM in den USA die lange Durststrecke der deutschen Eisschnellläufer beendet. Der Thüringer knackte über 10.000 Meter eine Bestmarke und durfte über Bronze jubeln.

Eisschnellläufer Patrick Beckert ist bei den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften in Salt Lake City (USA) zur Bronzemedaille über 10.000 Meter gelaufen. Der Erfurter raste im Utah Olympic Oval am Freitag (Ortszeit, 14.02.2020) mit der besten Saisonleistung der deutschen Eisschnellläufer und persönlicher Bestzeit von 12:47.934 Minuten zu seiner ersten WM-Medaille seit 2017.

Seine alte Bestmarke, zugleich deutscher Rekord, verbesserte der Thüringer um 4,82 Sekunden. Der 22-fache deutsche Meister sicherte sich die Medaille 1.425 Meter über dem Meeresspiegel mit einem starken Schlussspurt. Vom zwischenzeitlichen achten Platz lief er so noch in die Medaillenränge. "Ich habe sehr auf das Podest gehofft", sagte Beckert nach dem Rennen und fügte hinzu: "In Salt Lake City kann wegen der Höhe viel passieren, besonders über 10.000 Meter. Viele Läufer haben Schweirigkeiten damit. Alles was ich tun konnte, war, meine beste Zeit laufen, und dann zu warten, ...".

Bundestrainer Erik Bouwman freute sich nach dem Rennen und lobte Beckert: "Es war sehr schwer, schon im zweiten Paar zu starten. Aber er hat sich genau an den Plan gehalten, nicht zu viel Risiko einzugehen. Sechs Runden vor Schluss konnte er nochmals aufdrehen. Viele litten in der Höhe unter Sauerstoffschuld und mussten Tribut zollen."

Beckert musste sich nur zwei Kanadiern geschlagen geben. Der Sieg ging in neuer Weltrekordzeit von 12:33.868 Minuten etwas überraschend an Graeme Fish. Die beste Platzierung von Fish vor der WM waren zwei dritte Plätze im Weltcup über 5.000 Meter und 10.000 Meter. Bei den Titelkämpfen in Salt Lake City gewann der 22-Jährige bereits Bronze auf der 5.000-Meter-Distanz. Silber ging an 10.000-Meter-Olympiasieger Ted-Jan Bloemen (12:45.010 Minuten).

Beckert lief nach 2015 und 2017 insgesamt zu seiner dritten WM-Bronzemedaille über 10.000 Meter. Nach längerer Durststrecke feierte der 29-Jährige zudem seinen ersten internationalen Podesterfolg. Zuletzt erreichte er das Podest im Dezember 2017, als er ebenfalls in Salt Lake City Weltcup-Zweiter über 5.000 Meter wurde. In der Vorsaison verpasste Beckert bei der Heim-Weltmeisterschaft in Inzell Bronze über 10.000 Meter nur um winzige zwei Tausendstelsekunden.

Nach Beckert waren in Salt Lake City über 500 Meter noch Hendrik Dombek und Nico Ihle gefordert. Ihle, bei der WM 2017 noch Zweiter über 500 Meter, wurde 17. Dombek stürzte und schied aus. Ihle lief in 34.656 Sekunden Saisonbestleistung und war trotz deutlichem Rückstand von 0.92 Sekunden auf Weltmeister Pawel Kulischnikow aus Russland zufrieden: "Das war ein super Warm-up für die 1.000 Meter", sagte Ihle. Der Chemnitzer hat seine Trainingssteuerung in dieser Saison vom 500-Meter-Spezialisten auf die 1.000 Meter gelegt. Diese Distanz wird in Salt Lake City am Samstagabend (15.02.2020, MEZ) gelaufen.



Quelle: Sportschau



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