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Argentinien verzichtet gegen Deutschland auf Stars

Sportschau
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In Argentiniens Kader gegen Deutschland sucht man Topstars wie Messi, Agüero oder Dí Maria vergeblich. Stattdessen werden junge Spieler zum Einsatz kommen ? denn auch Argentiniens Nationalmannschaft befindet sich mitten in einem Umbruch.

Wenn am Mittwochabend Namen wie Renzo Saravia, Federico Zaracho oder Walter Kannemann auf der Anzeigetafel im Dortmunder Stadion erscheinen, dürften sich manche Fans fragen, ob das wirklich Spieler der argentinischen Nationalmannschaft sind. Spieler jener "Albiceleste", bei denen sonst Lionel Messi, Sergio Agüero oder Ángel Dí Maria am Ball sind. Aber die Namen stimmen ? und die Erklärung heißt Umbruch. Denn wie die deutsche Nationalmannschaft steckt auch Argentinien mitten in einer Erneuerung ? bei der ein anderer Lionel eine Schlüsselrolle spielt.

Dass Agüero und Dí Maria (beide 31) nicht im Aufgebot für die beiden Länderspiele gegen Deutschland und Ecuador stehen, hat gute Gründe: Einmal sollen die Stars, die schon in ihren Vereinen an die Belastungsgrenze kommen, nicht für Freundschaftsspiele verheizt werden. Außerdem sollen solche Spiele genutzt werden, um jungen Spielern Chancen und Einsatzzeiten zu geben.

Und Messi darf noch nicht eingesetzt werden, weil er nach seinen Korruptionsvorwürfen gegen den südamerikanischen Verband eine dreimonatige Sperre absitzt. Da die Spieler der beiden argentinischen Spitzenteams Boca Juniors und River Plate aufgrund eines Duells in der Copa Libertadores ebenfalls nicht im Kader stehen, wird in Dortmund nicht die A-Mannschaft antreten.

Stattdessen bietet sich für junge Spieler eine Gelegenheit, sich im Nationaltrikot zu beweisen. Nicólas Gonzalez etwa, der für den VfB Stuttgart in der zweiten Liga spielt, könnte gegen Deutschland zum Einsatz kommen. Oder Leonardo Balerdi, den Borussia Dortmund im Sommer für über 15 Millionen Euro einkaufte, der bislang aber nur für die zweite Mannschaft in der Regionalliga zum Einsatz kam. Nun könnte er seine Premiere in Dortmund feiern ? nur eben in weiß-blau statt in schwarz-gelb.

Auch andere Spieler können weiter auf sich aufmerksam machen: Lautaro Martinez, Mittelstürmer von Inter Mailand, traf beim jüngsten Länderspiel gegen Mexiko dreimal und dürfte auch gegen Deutschland angreifen. Möglicherweise flankiert von Paulo Dybala, dem Edeltechniker von Juventus Turin. Und Lucas Alario von Bayer Leverkusen könnte zum fünften Mal für die "Gauchos" spielen.

Entscheiden wird das Lionel Scaloni. Der 41-Jährige ist seit einem Jahr Trainer der Nationalmannschaft und hat den Umbruch seitdem entscheidend geprägt: Alleine im Jahr 2019 kamen unter seiner Führung 41 verschiedene Spieler für die "Seleccion" zum Einsatz. Schnell umschalten und wechseln gilt bei ihm also nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf der Reservebank. Die Leistungen der Mannschaft belohnen seinen Mut bislang: Von 17 Länderspielen gewann Argentinien zehn, drei weitere endeten Unentschieden.

"Wenn ich mich am Ausmaß von dem, was auf mich zukommt, orientiere, werde ich natürlich keinen Schlaf finden", hatte Scaloni zu Beginn seiner Amtszeit gesagt. Der Test gegen Deutschland wird eine Standortbestimmung sein ? und zeigen, ob man noch von einem Umbruch oder schon von einer Metamorphose sprechen sollte.



Quelle: Sportschau



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