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Fußball | 2. Bundesliga: Lässig und kompetent: Der neue KSC-Präsident Siegmund-Schultze

Sportschau
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Holger Siegmund-Schultze ist keiner, der laut auftrumpft. Er überzeugt durch leise Töne. Der KSC scheint ihm eine Herzensangelegenheit zu sein. In einer Lebensphase, in der sich der 53-Jährige das Präsidentenamt leisten kann. 

Es ist ein schmaler Grat, den man geht, wenn man lässig wirkt und dennoch stilsicher zugleich. Wer die öffentlichen Auftritte von Holger Siegmund-Schultze beobachtet, der sieht einen, der mit scheinbar traumwandlerischer Sicherheit diesen Balanceakt bewältigt. Offener Hemdkragen unterm Jackett, streng nach hinten gekämmtes Haar, modische Brille. Man könnte das für eitel halten, bis man ihn sprechen hört. Holger Sigmund-Schultze ist keiner, der laut auftrumpft, sondern durch leise Töne überzeugt.

In einer Branche, in der nach wie vor die "Lautsprecher" auf die Bühne drängen, ist er von angenehmer Zurückgenommenheit. Das Bild, das er von der Zukunft des KSC entwickelt, zeugt dabei von großer Sachkenntnis. Kein Wunder, in den Jahren als Vizepräsident hinter dem zurückgetretenen Ingo Wellenreuther, war er hautnah dran am Geschehen, erlebte mit, wie der Verein eine Insolvenz nur knapp vermeiden konnte.

Als Vize drängte er sich dabei nie nach vorn, überließ Wellenreuther die Bühne. Und macht auch jetzt keinen Hehl daraus, dass er das ganz große Rampenlicht nicht braucht. Das will er denjenigen überlassen, die mehr branchenspezifische Kompetenz mitbringen: Trainer und Sportdirektor. Er sieht seine Rolle als Präsident darin, die machen zu lassen, die vom Fußball was verstehen.

Der studierte Architekt und erfolgreiche Immobilienunternehmer dagegen versteht was von Wirtschaft, weiß, wie die Geschäftswelt funktioniert. In Karlsruhe funktioniert die außerordentlich gut - wenn gerade keine Pandemie ausbricht. Holger Siegmund-Schultze ist, wenn man seinen eigenen Aussagen Glauben schenkt, mittlerweile finanziell unabhängig. Der KSC scheint ihm jetzt eine Herzensangelegenheit zu sein, in einer Lebensphase, in der sich der 53-Jährige das Präsidentenamt auch leisten kann. 

Damit ist er einer, der die Fußball-Dinge in Karlsruhe wieder ins Lot bringen könnte. Der das schwierige Verhältnis des Vereins zur Stadt, das auch aus der persönlichen Gegnerschaft zwischen Ingo Wellenreuther und dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup herrührte, wieder auf beide Beine stellt. Der den Club nach dem knappen Vermeiden des Abstiegs soweit konsolidiert, dass die zweite Liga sicher gehalten werden kann. Und der mit dem Neubau des Stadions wieder Zukunftsperspektiven entwickelt. Dass er dabei lässig wirkt, aber nicht laut, stilvoll, aber nicht eitel, macht ihn zum richtigen Mann in einem schwierigen Umfeld.  Der KSC hat durch den Nichtabstieg wieder an Fahrt aufgenommen. Jetzt kommt einer ans Steuer, der allem Anschein nach auch die richtige Richtung kennt.



Quelle: Sportschau



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