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Nach Hinrichtung des Ringers Navid Afkari: IOC lehnt Sanktionen gegen Iran ab

Sportschau
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Nach der Hinrichtung des Ringers Navid Afkari hat es das Internationale Olympische Komitee abgelehnt, Iran von den Olympischen Spielen auszuschließen.

Ein Ausschluss würde die Athleten eines Landes bestrafen "nur weil sie in einem bestimmten politischen System leben", teilte das IOC auf Anfrage von WDR Sport inside mit.

Nach der Hinrichtung von Navid Afkari wird der Ruf nach sportpolitischen Sanktionen gegen das Regime allerdings lauter. Die Sportler-Union "Global Athlete" fordert die internationalen Sportverbände zu "schnellem und entschlossenem Handeln" auf. Rob Koehler von Global Athlete sagte: "Wir fordern das Internationale Olympische Komitee, den Ringer-Weltverband und alle anderen internationalen Sportverbände auf: Schließt den iranischen Sport von allen internationalen Wettkämpfen aus. Tragt keine internationalen Wettkämpfe im Iran aus. Und schließt sie von den Olympischen Spiele in Tokyo aus.?

Am Samstag (12.09.2020) war der wegen Mordes verurteilte Ringer Afkari im Gefängnis von Shiraz nach islamischem Recht gehängt worden. Er war während der Haft nach Überzeugung von Amnesty International gefoltert und zu einem Geständnis gezwungen worden. Raha Bahreini von Amnesty International sagte: "Die Hinrichtung von Navid Afkari ist im Geheimen vollzogen worden, ohne die Familie und Anwälte zu informieren. Es zeigt erneut die schockierende Brutalität des iranischen Justizsystems.?

Der in Iran sehr populäre Afkari hatte in der Stadt Shiraz 2018 an Protesten gegen das Mullahregime teilgenommen und war im Anschluss festgenommen worden, da er nach Justiz-Angaben einen Sicherheitsbeamten getötet habe.

Auch das Auswärtige Amt und die Europäische Union hatten die Hinrichtung verurteilt. Das Außenministerium in Berlin zeigte sich "entsetzt", dass die Todesstrafe "trotz internationaler Proteste und Bitten um Aussetzung" vollstreckt wurde, sagte eine Sprecherin am Montag. Das Ministerium hatte auf "erhebliche Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens" verwiesen. Ganz ähnlich bezog die EU Stellung. "Menschenrechte bleiben ein zentrales Thema in unseren Beziehungen zum Iran", sagte Sprecher Peter Stano. Man werde in dieser Frage weiter auf den Iran einwirken und auch derartige Einzelfälle ansprechen.



Quelle: Sportschau



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