Aaron Jackson

NFL-Playoffs: Packers besiegen Rams und untermauern Titel-Ambitionen

Sportschau
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Mit einer souveränen Leistung bezwangen die Green Bay Packers die Los Angeles Rams und stehen nun in den Conference-Finals der NFL. Ihnen folgten die Buffalo Bills.

Die Green Bay Packers setzten sich nach einer souveränen Leistung in der Divisional-Round mit 32:18 (19:10) gegen die Los Angeles Rams durch. Während Green Bay einen ausgeruhten Eindruck machte, mussten sich die Rams mit angeschlagenen Leistungsträgern in die Partie am Samstag (16.01.2021/Ortszeit) kämpfen. Die Buffalo Bills schlugen dank einer herausragenden Leistung ihrer Defensive die Baltimore Ravens mit 17:3 (3:3).

Los Angeles fehlte in Cooper Kupp verletzungsbedingt ein wichtiger Wide Receiver. Wie sehr Quarterback Jared Goff (Daumenverletzung an der Wurfhand) und Defensive Tackle Aaron Donald (Rippenverletzung) durch ihre Verletzungen limitiert waren, wurde schnell ersichtlich. Dem Spielmacher entglitten einige Würfe, Donald fehlte die Durchschlagskraft, um Aaron Rodgers unter Druck zu setzen.

Mit einem Pass auf Davante Adams und einem eigenen Lauf in die Endzone drückte Rodgers schon früh dem Spiel seinen Stempel auf. Zuvor erzielten beide Teams im ersten Viertel je ein Field Goal.

Die körperliche Verfassung war ein klarer Nachteil gegen ausgeruhte Packers, die sich in ihrer spielfreien Woche auf die Rams einstellen und ausgiebig regenerieren konnten. Die Kalifornier fanden allerdings eine passende Antwort, kamen nach einem zügigen Drive eine halbe Minute vor der Halbzeit durch einen Receiving-Touchdown von Van Jefferson auf 16:10 heran.

Bezeichnend, dass den Packers in der verbleibenden Zeit noch einmal ein Field Goal gelang. Mason Crosby traf aus 39 Yards Entfernung durch die Pfosten.

In der zweiten Hälfte schalteten die Packers direkt einen Gang hoch. Im ersten Spielzug nach der Pause trug Runningback Aaron Jones den Ball über 60 Yards in die gegnerische Red Zone. Wenig später vollendete er den Drive selbst und kämpfte sich in die Endzone.

Doch Los Angeles gab sich noch nicht auf. Über elf Spielzüge arbeiteten sie sich in 5:45 Minuten 79 Yards durch Green Bays Defensive, ehe Runningback Cam Akers zum Touchdown in die Endzone fand. Durch einen vergebenen Extrapunkt und eine fehlgeschlagene Two-Point-Conversion der Packers waren die Rams damit wieder in direkter Schlagdistanz.

Knapp sieben Minuten vor Schluss setzte Aaron Rodgers mit einem Play-Action Fake und einem 40-Yard-Pass auf Allen Lazard den entscheidenden Akzent. Der Wide Receiver trabte die letzten 20 Yards in die Rams-Endzone.

Davon erholte sich Los Angeles nicht mehr. Green Bay kontrollierte insgesamt zwei Drittel der Spielzeit das Angriffsgeschehen, hatte am Ende fast doppelt so viele Total Yards und steht damit auch verdient im Halbfinale - den Conference-Finals. Dort wartet der Sieger der Partie zwischen den New Orleans Saints und den Tampa Bay Buccaneers.

Das Spiel zwischen den Buffalo Bills und Baltimore Ravens brauchte lange, bis es Dynamik aufnahm. Dann sorgten zwei aufeinanderfolgende Drives für eine schnelle Entscheidung und das 17:3 (3:3) zugunsten der Bills.

Das Duell zwischen den jungen Quarterbacks Josh Allen und Lamar Jackson wurde zunächst weniger von den Spielmachern, als vielmehr von den Defensiven geprägt. Zur Halbzeit gelang keiner Mannschaft ein Touchdown, beide Teams gaben drei Mal ihren Angriff durch einen Punt auf.

Bills-Kicker Tyler Bass erzielte die ersten Punkte per Field Goal aus 28 Yards, sein zweiter Versuch verfehlte das Ziel. Justin Tucker verschoss zwei Versuche für die Ravens, im dritten Anlauf gelang ihm aus 34 Yards der Ausgleich zum 3:3. Die Kicker und Quarterbacks hatten ihre Schwierigkeiten mit dem starken Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt in Orchard Park.

Den ersten offensiven Höhepunkt des Spiels konnte Wide Receiver Stefon Diggs für die Bills im dritten Viertel setzen. Drei Yards vor der Endzone setzten die Ravens lediglich zwei Verteidiger auf drei Passempfänger an. Ein Leichtes für Josh Allen, den Ball an den Mann zu bringen, Diggs konnte diesen ungestört unter Kontrolle und über die Goalline bringen.

Quarterback Lamar Jackson und die Runningbacks J.K. Dobbins und Gus Edwards arbeiteten sich darauf mühsam, fast neun Minuten lang, über das Feld. Mit ausgewogenen Varianten aus Pass- und Laufspiel schien man zunächst einen guten Takt gefunden zu haben.

Der letzte Spielzug sollte Tight End Mark Andrews zum Ausgleich erreichen, aber Bills-Cornerback Taron Johnson fing Jacksons Pass in der eigenen Endzone ab und sprintete mit ihm über 101 Yards zum Touchdown - 17:3 für die Bills. Statt dem 10:10 gerieten die Ravens weiter ins Hintertreffen. Mit lediglich 15:41 Minuten auf der Uhr mussten sich die Ravens nun gezwungenermaßen weiter von dem zeitintensiven Laufspiel und damit ihrer größten offensiven Stärke lösen.

Das Momentum war nun klar auf Seiten Buffalos. Baltimores Center Patrick Mekari unterlief im folgendem Drive erneut ein unsauberer Snap, den Lamar Jackson erst tief im eigenen Backfield unter Kontrolle bringen konnte. Bei dem Versuch, dem gegnerischen Passrush zu entkommen, wurde er kurz vor der eigenen Endzone getacklet und stürzte auf den Hinterkopf.

Er wurde für den Rest des Spiels mit Verdacht auf Gehirnerschütterung herausgenommen. Für ihn übernahm der ungedraftete Rookie Tyler Huntley. Dieser zeigte zwar gute Ansätze, wurde aber von der Defensive der Bills in allen drei seiner Drives punktlos vom Feld geschickt.

Für Buffalo macht besonders die Leistungssteigerung der Defense Hoffnung auf das kommende AFC-Championship-Spiel. Gegen die stärkste Laufoffensive der Liga hielt sie über große Phasen der Partie stand, und Wide Receiver Stefon Diggs zeigte sich mit 106 Receiving Yards und einem Touchdown weiter in glänzender Playoff-Form. Im Conference-Finale wartet dann der Sieger aus der Partie zwischen den Kansas City Chiefs und den Cleveland Browns.



Quelle: Sportschau



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