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Olympische Winterspiele in Peking: US-Außenministerium - Gespräche über Olympia-Boykott 2022

Sportschau
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Das US-Außenministerium hat Gespräche mit Verbündeten über einen möglichen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking angekündigt. China reagierte mit scharfer Kritik.

Sprecher Ned Price sagte am Dienstag (06.04.2021), die Regierung von US-Präsident Joe Biden sei in Beratungen mit ähnlich denkenden Ländern auf der ganzen Welt, um das weitere Vorgehen zu entscheiden. "Die Spiele sind noch einige Zeit entfernt. Ich würde keinen Zeitplan setzen wollen, aber diese Diskussionen sind im Gange", sagte Price. "Das ist etwas, das wir sicherlich diskutieren wollen, und es ist sicher etwas, bei dem wir das Verständnis haben, dass ein koordiniertes Vorgehen nicht nur in unserem, sondern auch in dem Interesse unserer Verbündeten und Partner ist."

In einer Reaktion auf Medienberichte über bereits laufende Gespräche stellte ein hochrangiger Beamter des Außenministeriums klar, dass sich die USA derzeit nicht in entsprechenden Gesprächen befänden. "Unsere Position zu Olympia 2022 hat sich nicht verändert. Wir haben keine Diskussionen gehabt und haben keine Diskussionen über jedweden gemeinsamen Boykott mit Verbündeten und Partnern", hieß es.

China übte scharfe Kritik an den USA wegen der aufkommenden Diskussion über einen möglichen Boykott. "Die Politisierung des Sports läuft der olympischen Charta zuwider, schadet den Interessen aller Sportler und der internationalen olympischen Bewegung", sagte Außenamtssprecher Zhao Lijian am Mittwoch (07.04.2021) in Peking. Das Olympische Komitee der USA und der Rest der internationalen olympischen Bewegung würden da nicht mitmachen. China sei zuversichtlich, mit allen Parteien erfolgreiche und großartige Spiele sicherstellen zu können.

Die USA werfen China Menschenrechtsverletzungen vor. Im Februar hatte ein Bündnis von 180 internationalen Menschenrechtsgruppen und Vertretern von Minderheiten in China die Staatengemeinschaft aufgefordert, nicht an den Spielen im Februar 2022 teilzunehmen. "Alles andere wird als Unterstützung der autoritären Herrschaft und der unverhohlenen Missachtung von Bürger- und Menschenrechten durch die Kommunistische Partei Chinas angesehen", hieß es in einem offenen Brief des Bündnisses.

Das Internationale Olympische Komitee mit dem deutschen Präsidenten Thomas Bach hatte alle Boykott-Forderungen zuletzt zurückgewiesen. Im März sagte Bach, dass ein Boykott die "falsche Antwort auf solche Fragen" sei. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, hatte einen Boykott im Februar kategorisch ausgeschlossen.

Sieben republikanische US-Senatoren riefen im Februar dazu auf, Peking die Spiele zu entziehen. Sie verwiesen auf die Verfolgung von Uiguren und Tibetern sowie Chinas Drohungen gegenüber Taiwan. Der Senator Rick Scott brachte dazu eine Resolution im Senat ein.

Der chinesische Außenamtssprecher sagte am Mittwoch, die Vorwürfe über einen "sogenannten Völkermord" unter der muslimischen Minderheit der Uiguren in Xinjiang seien "nichts anderes als eine Jahrhundert-Lüge".



Quelle: Sportschau



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