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Wasserspringen: Wasserspringerinnen Punzel und Hentschel holen erste deutsche Olympia-Medaille

Sportschau
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Deutschland feiert seine erste Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio: Tina Punzel und Lena Hentschel haben im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett am Sonntag (25.07.2021) mit einem nervenstarken Auftritt die Bronze-Medaille gewonnen. Gold ging erwartungsgemäß an die Chinesinnen Tingmao Shi und Han Wang. Die Kanadierinnen Jennifer Abel und Melissa Citrini Beaulieu sprangen zu Silber.

Die Entscheidung fiel erst im letzten Sprung: Tina Punzel aus Dresden und die Berlinerin Lena Hentschel mussten vorlegen und dann zittern. Weil das italienische Duo patzte, jubelten die beiden Deutschen, die im Mai in Budapest Europameisterinnen geworden waren, über Bronze nach einem Wettbewerb ohne groben Schnitzer. "Das ist das, wofür wir fünf Jahre trainiert haben. Dass der Plan jetzt so aufgegangen ist, ist einfach super schön", sagte Punzel und Hentschel kündigte an: "Jetzt wird gefeiert."

Punzel und Hentschel starteten mit einem gelungenen Delfinkopfsprung in den Wettbewerb, bekamen 48,60 Punkte und lagen damit nach dem ersten von fünf Durchgängen auf dem vierten Platz. Auch der Kopfsprung rückwärts glückte, wenn auch nicht in Perfektion. Bronze war nach den beiden relativ einfachen Sprüngen nur zwei Punkte entfernt.

Danach wurden die Sprünge anspruchsvoller, China zog auf und davon, Gold war vergeben. Dahinter entbrannte ein spannender Kampf um die Medaillen. Und Deutschland war mittendrin. Punzel und Hentschel tauchten nach dem Schraubensprung und dem zweieinhalbfachen Auerbachsalto synchron ein und schoben sich vor dem abschließenden letzten entscheidenden Sprung auf den vierten Platz vor. Eine Winzigkeit von 78 Hundertstel Punkten lagen die Deutschen hinter den beiden Italienerinnen.

Im letzten Sprung war die Eintauchphase der erst 20-jährigen Hentschel nicht ganz optimal, mit 64 Punkten mussten sie zittern - und hatten dann Glück, dass Italien patzte und am Ende deutlich hinter den Deutschen auf Platz vier landete.

Für die Berlinerin Hentschel und Punzel aus Dresden ist es der größte Erfolg der bisherigen Karriere. Um besser mit Punzel trainieren zu können, zog die 20-jährige Hentschel extra nach Dresden. Im Gegensatz zu Hentschel war Punzel auch in Rio schon dabei. Dort wurde sie im Synchronspringen vom Dreier.

Die Wasserspringer hatten zuletzt schon in Dresden zeitversetzt in der Nacht trainiert, um die Zeitverschiebung zu simulieren. Der erste Erfolg für die Strapazen ist jetzt da und Bundestrainer Lutz Buschkow glücklich: "Die erste Medaille nimmt natürlich auch ein bisschen Last vom gesamten deutschen Team und den Wasserspringern."



Quelle: Sportschau



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