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NDR-Sport: Traumeinstand für Tim Walter: HSV-Coach wird für Mut belohnt

Sportschau
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"Wir haben versucht, einen Geist zu wecken bei den Jungs, dass sie mutig bleiben. Ballbesitz ist es, was uns letztendlich Siege bescheren wird", sagte Tim Walter nach dem Abpfiff im Topspiel auf Schalke. Und damit hat der neue HSV-Trainer alles richtig gemacht. Dabei sah es anfangs in einem insgesamt munteren und gutklassigen Spiel nicht nach einem Auftaktsieg für die Norddeutschen aus: 0:1-Rückstand durch Ex-Spieler Terodde, Elfmeter verschossen von seinem Nachfolger Robert Glatzel.

Doch der HSV legte seine Anfangsnervosität nach und nach ab, ließ sich durch den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Das Team stand hoch, spielte mutig und mit Risikobereitschaft nach vorne. In der 2. Halbzeit übernahmen die Hamburger immer mehr die Initiative und wurden schließlich belohnt für das mutige Spiel - auch durch die richtigen Einwechslungen von Tim Walter. Der 45-Jährige brachte zunächst Moritz Heyer und Maximilian Rohr. Eine Co-Produktion des Duos sorgte in der 86. Minute für die 2:1-Führung, Rohr bediente Torschüzte Heyer. Und den 3:1-Endstand von Bakery Jatta bereite Sonny Kittel vor, ebenfalls ein Joker.

Natürlich stapelte Trainer Walter trotz des Auswärtssieges erst einmal tief: "Das ist schön heute. Morgen geht es weiter, und dann spielen wir nächste Woche gegen Dresden." Sein Vorgänger Daniel Thioune gewann in der Vorsaison ebenfalls das Auftaktspiel mit 2:1 gegen Düsseldorf, seinerzeit auch ein Bundesliga-Absteiger. Doch das unglückselige Ende der Saison ist bei HSV-Fans und Verantwortlichen immer noch gut in Erinnerung.

Deshalb sprach Walter trotz des Sieges auch von "Verbesserungspotenzial" - und meinte bei aller Risikobereitschaft sicher auch die Konteranfälligkeit. Ein überragender Daniel Heuer Fernandes im Tor hielt den HSV aber mit zwei, drei Glanzparaden im Spiel. Die Neuzugänge Sebastian Schonlau und Robert Glatzel überzeugten, Letztgenannter bewies trotz seines Elfmeterfehlschusses Torriecher beim 1:1-Ausgleich. Ludovit Reis blieb dagegen eher unauffällig - für ihn kam Heyer...

Und wie war es, erstmals wieder vor einer stattlichen Kulisse von 19.770 Zuschauer zu spielen? "Das war überragend, der Tempel hat gebebt", stellte Tim Walter fest. "Das hat uns am Anfang etwas erschlagen. Aber das macht Lust auf mehr." Deshalb hat der Coach für nächsten Sonntag (1. August) im ersten Heimspiel gegen Dynamo Dresden auch einen Wunsch: "Ich hoffe, dass ganz, ganz viele Zuschauer zu uns ins Stadion kommen."

Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 24.07.2021 | 11:20 Uhr



Quelle: Sportschau



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